Dynamische Preise für Ferienwohnungen: So funktionieren sie
Kurz gesagt
Dynamische Preise heißt: Jede Nacht bekommt den Preis, der zur Nachfrage an diesem Tag passt, statt eines festen Preises für das ganze Jahr. Wichtige Signale sind Wochentag, Saison, Schulferien, Feiertage, Veranstaltungen in der Nähe und wie schnell sich dein Kalender füllt. Eine feste Untergrenze schützt dich vor zu niedrigen Preisen.
Warum ein fester Preis Geld kostet
Mit einem festen Preis ist deine Unterkunft an gefragten Tagen früh ausgebucht – zu dem Preis, der auch an einem ruhigen Dienstag im November gilt. An ruhigen Tagen bleibt sie dagegen leer, weil derselbe Preis dort zu hoch ist. Dynamische Preise verschieben beides: etwas mehr für gefragte Nächte, etwas weniger für ruhige.
Welche Signale zählen
- Wochentag: Wo vor allem Wochenendgäste kommen, sind Freitag und Samstag gefragter – an anderen Orten kaum.
- Saison: wann deine Region viele Gäste hat. Die amtlichen Übernachtungszahlen je Monat findest du für jede Region unter Regionen.
- Schulferien: In Deutschland legt jedes Bundesland seine Ferien selbst fest. Wichtig sind die Ferien der Länder, aus denen deine Gäste kommen.
- Feiertage und Brückentage: Aus einem Wochenende werden oft vier Tage.
- Veranstaltungen: Messen, Konzerte, Spiele und Feste wirken oft nur im Umkreis weniger Kilometer und nur an einzelnen Nächten.
- Buchungsstand: Füllt sich dein Kalender schneller als bei ähnlichen Unterkünften, ist der Preis zu niedrig; bleiben Nächte länger frei, ist er zu hoch.
Beispiel: ein Weihnachtsmarkt
Ein Beispiel aus RENTODA-Marktdaten: Rund um den Koblenzer Weihnachtsmarkt lagen die Preise vergleichbarer Unterkünfte in Freitag- und Samstagnächten bis 2 km Entfernung um 9,6 % höher. Ein fester Preis nimmt diesen Aufschlag nicht mit.
Von Hand, mit Smart Pricing oder mit RENTODA
- Von Hand: Du pflegst die Preise je Nacht im Kalender selbst. Das kostet Zeit, dafür behältst du die volle Kontrolle.
- Smart Pricing von Airbnb: Airbnb passt die Preise automatisch an, innerhalb deines Mindest- und Höchstpreises – nur bei Airbnb. Mehr dazu: Airbnb-Preis festlegen.
- RENTODA: Im Abo bekommst du einen Preis für jede Nacht der nächsten 180 Tage, aus vergleichbaren Unterkünften in deiner Nähe, Schulferien, Feiertagen, Veranstaltungen und Saison. Du entscheidest: RENTODA ändert deine Preise nicht automatisch, außer du schaltest das im Abo ein.
Worauf du achten musst
- Untergrenze: Kein Preis unter deinen Kosten. So rechnest du sie: Ferienwohnung kalkulieren.
- Mindestaufenthalt mitdenken: Ein höherer Preis für ein gefragtes Wochenende bringt wenig, wenn ein Mindestaufenthalt von 3 Nächten es für Wochenendgäste unbuchbar macht.
- Gesamtpreis vergleichen: Die Reinigungsgebühr gehört dazu, sonst vergleichst du zu niedrig.
Warum schwanken die Preise bei Airbnb und Booking.com?
Weil viele Gastgeber ihre Preise je Nacht anpassen – von Hand, mit Smart Pricing oder mit anderen Werkzeugen. Derselbe Aufenthalt kostet deshalb an einem anderen Datum oder eine Woche später gebucht oft etwas anderes.
Stand: Oktober 2026